RSS

Archiv für den Monat Oktober 2012

Piraten in Hamburg?

Hallo ich bin’s Sabine!

Ich will mich mal wieder melden. Eigentlich wollte ich immer ein Tagebuch veröffentlichen, aber das dauert ganz schön lange, bis so ein Buch voll ist. Deshalb schreibe ich jetzt mal so.

Ich habe neulich mit meinem Herrchen zusammengesessen und er hat mir aus der Zeitung vorgelesen.

Da waren tolle Geschichten drin und eine handelte von Piraten.

Ja tatsächlich! Piraten in Hamburg.

Ich kenne Piraten natürlich aus dem Fernsehen und da haben die mit komischen Monstern gekämpft. Das waren, glaub‘ ich, verfluchte Piraten aus der Karibik. Die hatten ganz schön zu tun und wurden immer von den bösen Soldaten gejagt. Als ich mein Herrchen fragte, warum die das machen, sagte er, dass die Soldaten eigentlich die Guten sind und die Piraten die Bösen. Aber das glaubte ich erst nicht so recht. Die Soldaten sollen für Recht und Ordnung sorgen. Ich weiß nicht was Recht ist, aber für Ordnung sorgt mein Frauchen. Deshalb weiß ich was er meint. Dann hat er mir erzählt, dass es schon einmal Piraten in Hamburg gab. Aber das ist schon lange her. Damals hieß einer Klaus Störtebecker. Den hat man den Kopf abgehauen und der lief noch ganz lange an seinen Kollegen vorbei. Und alle, an denen er vorbeilief, die durften dann nach Hause gehen.

Das glaube ich, da ich schon gesehen habe wie das geht. Allerdings mit Hühnern. Da hat unser Nachbar einem Huhn den Kopf abgemacht und das Huhn ist noch eine Weile gelaufen. Da es jedoch nicht mehr sehen konnte, lief es irgendwo gegen und blieb dann liegen.

Die Piraten, die jetzt in Hamburg waren, sind aus Afrika gekommen; ich glaube das heißt da Somalia. Die sind extra hierhergekommen, damit sie ihre Unschuld beweisen können. Hier haben sie zwei Jahre in einem Gefängnis gesessen (aber nicht so wie früher bei Wasser und Brot) und haben nachgedacht, wie es so gekommen ist.

Mein Herrchen hat mir erzählt, dass diese Piraten ein Schiff überfallen haben und Geld erpressen wollten, um sich einen Mercedes oder Opel zu kaufen. Dabei wurden sie auf dem Schiff geschnappt und nach Deutschland gebracht, wo sie dafür verurteilt werden sollten. Und das hat zwei Jahre gedauert und soll fast zwei Millionen Euro gekostet haben.

Boah, was kann man da für Futter für kaufen, Leckerlies, Kaustangen, die kleinen Dinger für Unterwegs und…!

Naja, ich will ja eigentlich was ganz anderes sagen.

Das könnte doch aus so gewesen sein, dass die Piraten eigentlich gar keine sind. Vielleicht wollten sie auf Safari gehen und hatten deshalb Gewehre dabei. Aber dann sind sie versehentlich in ein Boot und nicht in ihren Landrover gestiegen. Als sie den Fehler bemerkten, war es bereits zu spät und sie waren auf hoher See. Dann hatten sie Glück, dass das Schiff vorbeigekommen ist und sie aufgenommen hat. Erst als sie an Bord waren, hat man dann die Gewehre gesehen und weil die Piraten kein Deutsch konnten, konnten sie ja auch nicht erzählen, dass sie eigentlich auf Safari wollten.

Das haben die Richter in Hamburg nun zwei Jahre lang überprüft und festgestellt, dass das nicht stimmt. Nein, sagten die Richter, ihr wolltet das Schiff kapern und deshalb müsst ihr bestraft werden.

Und das machten sie dann auch, Dabei sollte sogar geprüft werden, ob die Piraten überhaupt an Bord waren. Vielleicht wurden sie dahinentführt. Ich hätte das schneller gewusst: ich hätte einfach einen Piraten angerochen und auf dem Schiff geprüft, ob der Geruch auch da ist. Das wäre schneller gegangen und ich hätte als Belohnung gaaaannnzz viele Leckerlies bekommen.

 

Aber, mich fragt ja keiner.

 
Hinterlasse einen Kommentar

Verfasst von - 27. Oktober 2012 in Sabines Welt